Reiner Seliger

Über den Künstler

geboren in Löwenberg, Schlesien, Polen

1964-69    Studium Industrial Design an der Folkwanghochschule, Essen
                 bei Prof. Glasenapp
1970-71    Dozent am National Institute of Design (NID), Ahmedabad, Indien
1972-75    Freelance Industrial Design/Skulptur in London, Mailand, Florenz
1976-80    Freelance Industrial Design und freie Malerei/Skulptur in Düsseldorf

Seit 1980   lebt und arbeitet in Freiburg und Castello di Montefioralle, Italien

Sammlungen (Auswahl):

Sammlung Heinrich-Vetter-Stiftung, Mannheim
Sammlung Biedermann, Museum Art.Plus Foundation, Donaueschingen
Sammlung Ricardo Gelael, Jakarta, Indonesien
Sammlung Ruhr Kunstmuseen

Kunst im öffentlichen Raum, permanent (Auswahl):

Seit 2003    Ziegel-Skulpturengruppe im Luisenpark, Mannheim
Seit 2003    „Anadolou“ Ziegel-Skulptur, Gelände der Universität, Eskişehir, Türkei
Seit 2005    „Terre de Blanche“ Ziegel-Skulptur, Antibes/Tourettes, Frankreich
Seit 2005    Ziegel-Skulptur im Skulpturenpark Flottmann-Hallen, Herne
Seit 2019    „Tall Tower“ Betonwürfel, Skulpturenpark Heidelberg

Reiner Seliger arbeitet ausschließlich dreidimensional und bei ihm spielen geometrische Formen eine große Rolle. Restmaterial der Schulkreideproduktion, Dachziegelbruch oder ausgesonderte Glasblöcke, überall sieht er Potential für Reliefs, Plastiken oder Wandarbeiten. Dieses Ausschussmaterial sieht er nicht als verloren, er spielt damit, nutzt die Kreide für Schichtungen sowie als Farbpigmente z.B. für seine Glasskulpturen. Die Farbigkeit, die Produktionsbedingt nie ganz genau gleich wird, sieht er als großen Gewinn statt als Fehler, da seine Werke mehr changieren, mehr Struktur erhalten und an Lebendigkeit gewinnen. Die Natur ist nie perfekt, wie seine Werke, sie bietet aber immer wieder Inspiration für seine Skulpturen, sie liefert Materialien und Formen, die er baut und in die er baut. Man hat bei der Betrachtung regelrecht das Gefühl die Materialität zu spüren, die Haptik schon in den Fingerspitzen zu merken, seinen es die glänzenden glatten Glasfragmente, die matten gebrannten Ziegel oder die staubig feine Kreide. Massives Material verbaut er in fragil anmutende skulpturale Gebilde oder komprimierte kompakte Reliefs, die alle in ihrer Form sehr geschlossen wirken, doch den Raum erobern und einnehmen.

Ausstellungen (Auswahl):

1997/2000   Galerie Aedes, Berlin
1999            Deutsches Architektur Museum (DAM), Frankfurt am Main
2002            Kunstverein Friedrichshafen
2004-25       Art Karlsruhe
2006            Galerie Epikur, Wuppertal
2007/13       Galerie Schrade Mochental, Schloss Mochental
                    Museo Civico, Palazzo Pubblico, Siena, Italien
2007/09/13  Art Cologne
2008/11/14  Galerie P13, Heidelberg
2009            Stadtmuseum Siegburg
2010            Galerie Münsterland e.V., Emsdetten
2012            Galerie La Ligne, Zürich, Schweiz
2013/14       Art Basel
2015            Conny Dietzschold Gallery, Sydney, Australien
2018            Galerie Linde Hollinger, Ladenburg
2019/20       Galerie für Gegenwartskunst, E-Werk, Freiburg
2021            Galerie Fetzer, Sontheim an der Brenz, mit Heidi Gerullis
2022            „Seliger Gerullis Seliger“ Museum Art.Plus, Donaueschingen
2023           „Binnenstrukturen“ Galerie Schlichtenmaier, Schloss Dätzingen
                   „Arena“ Flottmannhallen, Herne
                   „Geometri Straordinari“ Fondazione Marcello Morandini, Varese, Italien
2025           „3D“ Raum Schroth im Museum Morgener, Soest
                   „21x21“ Ruhrkunstmuseen in der Villa Hügel, Essen

Bei uns präsentiert 2025 in der Ausstellung “Verwandte Formen”