Kunstinitiative Wurzeln und Flügel e.V. präsentiert:
Zwischen Räumen
Carola Eggeling
Myriam Resch
Marc von Criegern
Stefanie Minzenmay
Kuratorin: Beate Düsterberg
Dauer der Ausstellung:
25. Januar bis Ende April 2026
Geöffnet jeden Mittwoch 15:00 - 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung
Die Eröffnung fand statt am:
Sonntag den 25.Januar 2026
12:00 - 17:00 Uhr
In der neuen Ausstellung „Zwischen Räumen“ bewegen wir uns zwischen den Welten vierer Künstler, Carola Eggeling, Myriam Resch, Marc von Criegern und Stefanie Minzenmay, die alle ihre ganz eigene Bildsprache mitbringen.
Der Betrachter wird jedoch eingeladen, zwischen ihnen Bezüge zu sehen und die vielfältigen Dimensionen von Räumen zu entdecken. Seien es die unterschiedlichsten formalen Strukturen oder das „Dazwischen“, die Assoziationen und Spannungen, die entstehen. Interessant ist das, was zwischen den offensichtlichen Dingen liegt, zwischen Innen und Außen, Nähe und Distanz, Sichtbarem und Verborgenem.
Die Werke laden dazu ein, genauer hinzuschauen, die entstehenden Räume einzeln zu begreifen und zu fassen, sowie sich die Zeit zu nehmen für einzelne Formen, Stimmungen aber eben auch Zwischentöne.
Myriam Resch bezieht sich dabei in ihrer Malerei auf urbane Strukturen und Architektur. Fassaden, Linien und Flächen wechseln sich beim Betrachten zwischen Realität und künstlich erzeugtem Raum ab. Mal meint man fast den abgebildeten Ort greifen zu können, mal verliert man sich in Strukturen und Mustern.
Wie Fragmente oder Reduzierungen, regelrecht Echos von konkreten Gebäuden.
Die Bilder schweben zwischen realen Orten und inneren Eindrücken, Wahrnehmungen, die hängen blieben. Architektur, Licht und Formen treten in einen Dialog miteinander und schaffen spannungsvolle Räumlichkeiten.
Carola Eggelings plastische Objekte und Skulpturen folgen ebenso klaren Formen. Abstrakt, doch organisch spielen sie mit Leere und Volumen, mit Licht und Schatten und verändern je nach Blickwinkel ihre Anmutung und Wirkung auf seine Umgebung. Die Räume werden durch leitende Linien in den Objekten geöffnet, der Betrachter dazu eingeladen, die Arbeiten aus jeder Perspektive zu erkunden um immer neue Eindrücke zu finden. Die Wirkung des Materials, mal hochglänzend, mal komplett matt, ist passend zur jeweiligen Form gewählt, die durch das haptische Erforschen von Formen, Leiten lassen durch Gefühle und Erinnerungen, entsteht.
Marc von Criegerns Malerei und Zeichnungen haben etwas mystisches. Figuren, Objekte und Räume stehen in spannungsreichen Beziehungen zueinander. Die Bilder scheinen eine Geschichte zu erzählen. Greifen, halten, tasten doch die Hände der Figuren nach den Dingen um sie herum, nach Schnüren, Rohren, geometrischen Formen, doch bleiben sie immer geheimnisvoll ob ihrer konkreten Bewandtnis und ruhig, wie eingefroren im Moment, im Raum.
Sie bewegen sich nur zwischen Wirklichkeit und Vorstellung, zwischen gewöhnlichen Handlungen und unwahrscheinlichsten Arrangements, die zusammengeführt werden um eigene Zwischenwelten zu bilden, einen Schwebemodus.
Der farbige Kontrast von mattem schwarz zu glänzendem gold unterstreicht diesen Ausdruck, genau wie Criegerns Arbeitsweise, die konsequente Schichtung und Überlagerung von architektonischen Strukturen zu figürlichen und organischen Elementen.
Stefanie Minzenmays Fotografien spielen mit Sichtbarkeit und Verdeckung, privaten und öffentlichen Räumen. Diese Übergänge von Sichtbarem im Unsichtbaren schärft den Blick des Betrachters, der Bezüge in dieser Reduktion sucht und den Augenblick des Bildes zu begreifen versucht. Dieser stille Moment im gezeigten Raum, teilweise nur als Fragment sichtbar, wirkt nah und persönlich, teils geheimnisvoll auf ein Detail fokussiert, zieht den Betrachter vollends hinein, zwischen den Moment des Gezeigten, des Verborgenen und der Betrachtung. Wie bei Erinnerungsfragmenten verweilt das Auge in der Momentaufnahme, sucht eigene Beziehungen zwischen Vergangenem und Zukünftigem.
Impressionen der Ausstellung: